FC Wangen

Interessantes Pokalderby im Allgäu-Stadion

„Safet Hyseni ist ein Trainer, der richtig Bock hat auf diese Herausforderung“, äußert sich Bergs Trainer Oliver Ofentausek positiv über den neuen Chefcoach des FC Wangen. (Foto: Josef Kopf)

Landesligist FC Wangen sieht sich gerüstet für das Duell mit dem selbstbewussten Verbandsligisten TSV Berg. Es ist das erste Pflichtspiel unter Neutrainer Safet Hyseni.

Autor: Giuseppe Torremante

Der Fußball-Landesligist FC Wangen erwartet am Samstag (17 Uhr) im heimischen Allgäu-Stadion den Verbandsligisten TSV Berg. Die erste Runde im WFV-Pokal bringt auch das erste spannende Derby mit sich. Spiele zwischen beiden Mannschaften waren in der Vergangenheit oft eine knappe Sache.

Die Neuen machen einen guten Eindruck

Beide Mannschaften müssen vor dem ersten Pflichtspiel der Saison 2025/26 auf ein paar Spieler verzichten, aber die Kader sind qualitativ so gut aufgestellt, dass sie Ausfälle kompensieren können. „Safet Hyseni ist ein Trainer, der richtig Bock hat auf diese Herausforderung. Allerdings sind sie, genauso wie wir, noch in der Findungsphase“, sagt Bergs Trainer Oliver Ofentausek. Er ist mit seinen Zugängen zufrieden. Sie werden am Samstag dabei sein. „Alle sind fleißig und machen im Training einen guten Eindruck“, meint er. Wie stark sie dann wirklich sind, werden die Spiele zeigen, in denen es um Punkte und das Weiterkommen im Pokal geht.

Dasselbe gilt auch für die Neuen beim FC Wangen. „Es läuft ganz gut, aber jede Einheit ist ein kontinuierlicher Lernprozess. Wir machen immer den nächsten Schritt“, betont Hyseni vielsagend. Der Wangener Trainer meint damit, dass Spieler wie zum Beispiel Tim Bucher (SV Neuravensburg) und Simon Zirn (SV Achberg) – beide spielten in niedrigeren Spielklassen – sich an das Tempo und auch die höhere Belastung zwei Ligen höher gewöhnen müssen.

Die Zuschauer im Allgäu-Stadion können am Samstag dann sehen, wie sich die Zwillinge Romeo und Samuel Lindinger (vorher SV Kressbronn) – sofern sie von Beginn an spielen – gegen eine stabile Wangener Hintermannschaft durchsetzen können. Besonders spannend ist das Zusammenspiel von Hannes Pöschl und Daniel Schachtschneider im Angriff. Pöschl war vergangene Saison mit 23 Treffern viertbester Torschütze der Verbandsliga. Der 36-jährige Schachtschneider spielte sieben Jahre beim Oberligisten FV Ravensburg und wechselte im Sommer zum TSV Berg. Ein starkes Sturmduo, das den FC Wangen fordern wird.

Den letzten Test gegen den südbadischen Verbandsligisten Rot-Weiß Salem gewann der TSV mit 4:1. Für Ofentausek ist eines klar: „Der FC Wangen wird uns in diesem Spiel alles abverlangen, aber ich glaube, dass wir mehr Qualität auf den Platz bringen und deshalb am Ende als Sieger in die zweite Runde einziehen werden.“ Bergs Trainer ist fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft aufgrund der Kraft, Ausdauer und Athletik sowie Dynamik die Partie positiv gestalten wird.

Spiel eins nach Okan Housein

In der Vergangenheit sagte Ofentausek immer wieder den Satz: „Mentalität schlägt Qualität.“ Diesmal ist es aber Hyseni, der diese Worte in den Mund nimmt. „Auf dem Papier ist der TSV klarer Favorit. Ich erwarte eine tolle Partie beider Mannschaften und Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze“, betont er. Seine Mannschaft werde als Einheit auftreten, dem Gegner wenig anbieten und immer wieder Nadelstiche setzen. Wichtig dabei ist aber, dass das Passspiel des Landesligisten auch sauber funktioniert. Alles andere könnte fatale Folgen haben. Berg ist eine Mannschaft, die schnell umschalten kann und auch die richtigen Spieler dazu hat, um dem Gegner weh zu tun. „Ich erwarte von meinen Spielern nicht nur das nötige Engagement, sondern auch eine solide Herangehensweise an diese schwere Partie“, sagt der Nachfolger von Joachim Baur.

Sowohl für den FC Wangen als auch für den TSV Berg ist diese Begegnung 14 Tage vor dem Ligastart eine erste Standortbestimmung. Wie kommen die Allgäuer ohne ihren Unterschiedsspieler Okan Housein aus? Der geniale Taktgeber hat im Sommer die Kickschuhe an den Nagel gehängt, wird aber als Zuschauer vor Ort sein. Beim FC Wangen wurde während des eigenen Turniers eines klar: Die Spieler haben wieder große Freude am Spiel und schlagen nicht nur lange Bälle, sondern versuchen einen geordneten Spielaufbau.

Der Sieger trifft entweder auf Reinstetten oder Friedrichshafen

Der Sieger der Partie trifft eine Woche später in Runde zwei des Verbandspokals auf den Gewinner der Begegnung SV Reinstetten (Landesliga) und VfB Friedrichshafen (Verbandsliga). Dieses Spiel wird am Sonntag um 16 Uhr angepfiffen.