FC Wangen

„Wie eine andere Sportart“

Beim TSV Buch muss der FC Wangen (hier in Rot auf Kunstrasen gegen Riedlingen) auf Naturrasen antreten – eine gewaltige Umstellung für die Allgäuer. (Foto: Christian Flemming)

Die Landesliga-Fußballer des FC Wangen sind am Donnerstag um 19 Uhr beim TSV Buch gefordert. Es wird auf Rasen gespielt.

Autor: Giuseppe Torremante

Die Mannschaft von Cheftrainer Safet Hyseni ist beim TSV Buch (7. Platz, 29 Punkte) gefordert. Der Gegner hat auf heimischem Geläuf bereits 22 Punkte geholt und belegt in der Heimtabelle Platz zwei. „Für uns wird es ein schwieriges Spiel, weil wir auf Rasen antreten müssen. Meine Spieler kennen seit Monaten nur den Kunstrasenplatz. Es ist wie eine andere Sportart“, meint Hyseni. Der FC Wangen (8., 28 Punkte) hat deshalb am Montag und Dienstag auf Rasen trainiert.

Vorsicht bei Einwürfen

Was macht den Gegner so stark? Nach einem schwachen Start mit zwei Niederlagen in Folge festigte sich die Mannschaft und machte Platz um Platz in der Tabelle gut. Der erfahrene Manuel Schrapp (35 Jahre) ordnet das Spiel, ist Vorlagengeber und Torschütze zugleich. Beim 4:3-Erfolg am vergangenen Spieltag gegen den SV Reinstetten bereitete er zwei Treffer vor. Torjäger ist Timo Leitner, der bereits 13-mal getroffen hat. Der 27-Jährige wurde in Heidenheim und Illertissen ausgebildet.

Zwei Spieler des TSV sind verantwortlich für gefährliche Einwürfe: Moritz Spann und Fabian Zeh. Vor allem Spann kann den Ball so weit werfen, dass er gefährlich in den Strafraum des Gegners fliegt, wo die groß gewachsenen Stürmer nur darauf lauern, den Ball einzunicken. Der FC Wangen muss wachsam sein bei Einwürfen, aber auch bei Eckbällen – am besten beides in Tornähe vermeiden.

„Wir haben zuletzt kompliziert gespielt, haben Gier und Geilheit vor dem Tor vermissen lassen. Das muss sich in Buch ändern. Die Spieler müssen den direkten Weg zum Tor suchen, ohne Umwege“, meint Safet Hyseni. Seine Mannschaft steht sicherlich aber auch vor einem Kampfspiel. Der FC Wangen muss von Beginn an die Zweikämpfe und die Körperlichkeit annehmen, darf nicht zurückstecken. Allerdings dürfen auch die Ballstafetten nicht vergessen werden. Das Spiel mit dem Ball ist enorm wichtig, um eine kämpferisch starke Mannschaft in die Knie zu zwingen.

„Wir erwarten einen Gegner, der mit breiter Brust auftritt. Das nehmen wir zur Kenntnis, es darf uns aber nicht beeindrucken. Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt, vor dem Tor effizienter zu sein als gegen den TSV Riedlingen“, betont auch Co-Trainer Daniel Wellmann. Beim 2:2 am vergangenen Samstag vergab der FC Wangen einen möglichen Dreier, weil er zu fahrlässig mit den vielen Chancen umging. Das darf sich die Mannschaft beim TSV Buch nicht erlauben.

Das 2:2 in der Nachspielzeit durch Nikica Vojnovic sieht Wellmann als gutes Omen. „In der Hinrunde hätten wir eine solche Partie verloren“, meint er. Das sollte der Mannschaft den nötigen Auftrieb geben. Daniel Wellmann und Safet Hyseni basteln an einem guten Matchplan, lassen sich aber nicht in die Karten blicken. Nur so viel: „Wir gehen mit Respekt in die Partie, aber Angst haben wir keine, weil wir im Team viel Qualität haben und Dinge während des Spiels verändern können“, sagt Cheftrainer Hyseni.

Der FC Wangen steht vor einem schweren Auswärtsspiel. Das ist gewiss, aber Bange machen gilt nicht. Im Gegenteil: An die eigene Stärke glauben, den Gegner gut lesen, keine Räume anbieten, die eigenen Chancen nutzen, das kann die Elf aus dem Allgäu, auch wenn sie es nicht immer zeigt.