Ist glücklich mit der Liga-Generalprobe: Safet Hyseni, Trainer des FC Wangen. (Foto: Maximilian Rist)
Der FC Wangen findet innerhalb weniger Stunden einen Ersatz. Das 1:1 im kurzfristig vereinbarten Test gegen Weiler zeigt, wie der Fußball-Landesligist spielen will.
Autor: Nico Brunetti | Schwäbische Zeitung
Der SC Markdorf hat den FC Wangen vor eine große Aufgabe gestellt. Innerhalb weniger Stunden musste der Fußball-Landesligist aus dem Allgäu einen neuen Testspielgegner finden. „Es ist schon das zweite Mal passiert, dass sie kurzfristig absagen. Das ist maximal unglücklich“, sagt Safet Hyseni, Trainer des FC Wangen. Er telefonierte herum, holte sich mehrere Absagen ab, bis sich die Lösung mit dem Ligakonkurrenten FV Rot-Weiß Weiler ergab. Wangen und Weiler spielten am Samstagmorgen 1:1 (1:0).
Für Hyseni war es eine positive Generalprobe vor dem Auftakt am Sonntag beim Aufsteiger TSV Ummendorf (15 Uhr). „Die erste Halbzeit gegen Weiler war mit Abstand eine der besten Halbzeiten, seit ich in Wangen Trainer bin. Mutig, diszipliniert, spielfreudig, kompromisslos und demütig – so wollen wir in der Saison spielen“, schwärmt Hyseni, der den FCW seit 2025 coacht. Seinen Angaben zufolge hatten die Wangener in den ersten 45 Minuten „zig Chancen“ und hätten höher als 1:0 führen müssen. Den Führungstreffer erzielte Simon Straub in der 29. Minute.
Von Weiler ging laut Hyseni im ersten Durchgang kaum Torgefahr aus. „Sie waren nur einmal in unserer Box“, berichtet er. Allerdings kamen die Gäste im Allgäu-Stadion stärker aus der Kabine und gaben in der zweiten Halbzeit den Ton an. Ivan Buric belohnte die Rot-Weißen mit dem 1:1-Ausgleich (54.). Für Hyseni waren die schwächeren zweiten 45 Minuten auch den hohen Temperaturen und dem kleineren Kader geschuldet. „Wir haben schlampige Fehlpässe gespielt“, sagt Hyseni und meint: „Es ist gut, dass man gesehen hat, dass eine Halbzeit nicht ausreicht, um ein Landesligaspiel zu gewinnen.“
Nach einer „intensiven Vorbereitung“ ist Wangen „voller Vorfreude“, so Hyseni, der betont: „Am liebsten würde ich schon morgen gegen Ummendorf spielen.“ Mit Neuzugang Alexander Hartl, Max Biewer, Simon Zirn und David Wessle steigen gleich vier Spieler in dieser Woche wieder ins Training ein. „Von der Breite her werden wir besser aufgestellt sein als gegen Weiler. Es ist nicht verkehrt als Trainer, mehr Optionen zu haben. Davon profitiert auch der Konkurrenzkampf“, sagt Hyseni. Aus beruflichen Gründen steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Orion Guillaume, der an den Stamminnenverteidigern Justin Schumacher und Biewer „nah dran“ ist.
Fußball-Testspiel: FC Wangen – FV Rot-Weiß Weiler 1:1 (1:0). – Tore: 1:0 Simon Straub (29.), 1:1 Ivan Buric (54.) – Schiedsrichter: Alexander Rösch – FCW: Maier – Huß, Jonas Brüderlin, Huber, Wetzel, Bucher, Willhalm, Jannek Brüderlin, Oelmayer, Schumacher, Straub; eingewechselt wurden: Elgaß, Bischof, Martin, Wessle, Guillaume, Biewer, Wellmann.