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FC Wangen

Der FC Wangen (hier: Mittelfeldspieler Nils Oelmayer gegen den FC Mengen) fährt als Favorit zur Landesliga-Partie nach Laupheim. (Foto: Josef Kopf)

Der FC Wangen tritt am Samstag in der Fußball-Landesliga bei FV Olympia Laupheim an, der schwach in die Saison gestartet ist. Der FCW musste den Trainingsplatz wechseln.

Autor: Felix Kerscher | Schwäbische Zeitung

Ganz oben in der Fußball-Landesliga Württemberg, Staffel 4, zieht der SSV Ehingen-Süd einsam seine Kreise. 12 Siege holte das Team von Trainer Florian Treske in ebenso vielen Spielen. Erster Verfolger des Ligaprimus: Der FC Wangen, der die vergangenen vier Partien allesamt gewinnen könnte und seine bislang einzige Niederlage den Ehingern zu verdanken hat.

Laupheim in der Krise

Am Samstag (14.30 Uhr/Olympia Stadion) reisen die Allgäuer, trainiert von Safet Hyseni, nun zum FV Olympia Laupheim, einer „gestanden Landesligamannschaft“, wie der Wangener Trainer sagt, die aber in dieser Saison nicht so richtig in Fahrt kommt. Vier Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen stehen dort bislang zu Buche. Nur einen Punkt konnte Laupheim in den vergangenen vier Wochen mit einem torlosen Unentschieden gegen Aufsteiger TSV Ummendorf holen. Zuletzt war eine verdiente 2:4-Niederlage beim FC Blaubeuren zu verzeichnen. Besonders auffällig: Gegen den FCB resultierten drei der vier Gegentore aus Fehlern der Laupheimer.

Für Samstag hat sich Olympia gegen den technisch versierten FCW offenbar einen Plan zurechtgelegt und das eigentlich auf Kunstrasen angesetzte Spiel auf Naturrasen verlegt. „Eigentlich war für unser Training der Kunstrasen-Belegungsplan schon fix, aber dann kam am Sonntagabend die Änderung. Das sind aber Gegebenheiten, die wir annehmen. Auf Kunstrasen lässt sich sicher um diese Jahreszeit ein bisschen besser Fußball spielen, aber auch da werden wir Lösungen finden“, ist sich Hyseni sicher. „Weniger individuelle Fehler“ soll seine Mannschaft bei Olympia machen als zuletzt gegen Riedlingen. „Denn wenn man diese individuellen Fehler nicht macht, dann kommt der Gegner gar nicht erst zu Chancen.“ So einfach kann Fußball sein. Dass der FCW seine technische Stärke auf dem holprigen Rasen im Olympia Stadion nicht ausspielen kann, darauf setzt Olympia-Teammanager Andreas Spann, der um die Stärke des kommenden Gegners weiß: „Vielleicht tut uns die Außenseiterrolle jetzt mal gut. Mit einem Punkt wären wir diesmal schon zufrieden.“ Er hofft, die Allgäuer mit seinem Team „taktisch überraschen“ zu können. Auch Wangens Trainer hat sich einiges überlegt, möchte diesbezüglich aber „vor dem Spiel nicht zu viel verraten“.

Eine zusätzliche Motivation für den Tabellenzweiten ist sicherlich, dass Olympia Laupheim vergangene Saison beide Duelle mit den Wangenern mit jeweils zwei Toren Abstand für sich entscheiden konnte. Die Vorzeichen haben sich jedoch geändert. „Laupheim liegt hinter seinen Erwartungen zurück, aber genau deswegen wird es wohl kein einfaches Spiel werden“, sagt Hyseni, der aber fest davon überzeugt ist, dass die Gastgeber nicht ausgerechnet gegen seine Mannschaft ihre Saison umdrehen werden. Laupheims Teammanager weiß: „Wangen hat seit der Vorsaison eine super Entwicklung genommen – da sieht man auch die Handschrift von Trainer Safet Hyseni.“

Tiefer Kader beim FC

Kadertechnisch sieht es beim FC Wangen für Samstag ebenfalls gut aus. Simon Straub, der nach einem Zusammenprall gegen Riedlingen kurz vor Schluss ausgewechselt werden musste, kann in Laupheim auf jeden Fall wieder auflaufen. Etwas Sorgen macht dem Wangener Trainer aber der Gesundheitszustand von Yannick Huber, der nach einem Foul gegen Reinstetten vor vier Wochen Sprunggelenkprobleme hat und aufgrund einer Entzündung im Knöchel sogar Antibiotika nehmen musste. Sein Einsatz ist fraglich.

Gastgeber Laupheim hat mehr Ausfälle zu verzeichnen. Neben den Langzeitverletzten wird auch Stürmer Marcello Mignemi, wie schon vergangene Woche, nicht auflaufen können. Bei Marko Kopanidis gibt es noch ein großes Fragezeichen. Wieder verfügbar sind Valentin Hafner, Leon Milanovich, Fabian Eiferle und Adrian Thomas.