FC Wangen

Nikica Vojnovic (li., gegen Marius Meneghini vom SV Mietingen) ist vom FC Wangen zum Kreisligisten FC Leutkirch zurückgewechselt. (Foto: Josef Kopf/Archiv)

Autor: Thorsten Kern | Schwäbische Zeitung

Der Allgäuer Fußball-Landesligist ist in die Vorbereitung für die neue Saison gestartet. Im Kader gab es ein paar Veränderungen. Am Freitag geht es gegen den VfB Friedrichshafen.

Safet Hyseni, Cheftrainer des FC Wangen, ist ehrlich: „Den einen oder anderen Zugang mehr hätten wir uns schon gewünscht. Aber es hat leider nicht geklappt.“ So steht in Alexander Hartl bislang nur ein externer Zugang beim Fußball-Landesligisten aus dem Allgäu fest. Vom TSV Heimenkirch ist der 27-Jährige nach Wangen gewechselt. „Er bringt viel Qualität und viel Erfahrung mit“, lobt Hyseni. „Er hat eine gute Ausbildung genossen, das sieht man schon im Training.“

Drei erfahrene Spieler sind nicht mehr dabei

In den vergangenen Jahren war Hartl ein Führungsspieler des TSV Heimenkirch, zuvor spielte er in der Jugend des FV Ravensburg. Auf einen weiteren ehemaligen Ravensburger kann der FCW nicht mehr setzen. Moritz Hartmann (26), der in der vergangenen Saison wegen anhaltender Verletzungsprobleme kein einziges Pflichtspiel in der Landesliga bestritt, hat sich bei den Allgäuern abgemeldet. „Dreimal pro Woche Training schafft er nicht mehr“, sagt Hyseni. Hartmann hat sich dem Kreisligisten SV Amtzell angeschlossen.

Der Abgang des Stürmers Vojnovic und des Flügelspielers Schneiders sei für den FCW ein Verlust. „Wir müssen es akzeptieren, der Job geht vor“, bringt Wangens Trainer Verständnis für die Entscheidung auf.

Weiter unklar ist die Zukunft von Jan Gleinser. Der offensive Mittelfeldspieler plagt sich seit vielen Monaten mit Problemen herum und war mehrfach bei Ärzten. Es gab bei Gleinser jedoch immer wieder Rückschläge, mit einer schnellen Rückkehr auf den Platz ist nicht zu rechnen.

Dennoch: Anders als im Sommer 2025 gab es dieses Mal keinen größeren Umbruch im Kader. Hyseni und Co-Trainer Daniel Wellmann können auf eine eingespielte Mannschaft setzen. „Der Stamm ist top und es hat sich ja auch in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir als Mannschaft stärker geworden sind“, sagt Hyseni. „Aber als Trainer wünschst du dir natürlich immer mehr Qualität in der Breite.“ Denn klar ist, dass verletzungsmäßig nicht viel passieren darf.

A-Jugend hat gerade erst die Saison beendet

In der Vorbereitung dürfen sich acht junge Spieler zeigen, die zuletzt noch in der A-Jugend des FCW gespielt haben. Paul Bischof wurde in der vergangenen Saison bereits sechsmal in der Landesliga eingewechselt. Neu dabei sind die weiteren Talente Luka Rasic, Noel Klaric, Lucas Herzinger, Leon Elgaß, Pius Brunner, Ben Fischer und Philipp Herzog.

Die Wangener A-Jugend hatte am vergangenen Wochenende noch das letzte Saisonspiel in der Landesstaffel (3:1 bei der SGM Ehingen-Süd/Donau-Winkel). „Manche sind noch leicht angeschlagen, aber es sind vielversprechende Jugendliche, die in der Vorbereitung voll eingeplant sind“, sagt Hyseni. Jeder könne durch Leistung selbst entscheiden, ob er dann auch in der Landesliga zum Einsatz komme – oder in der U23 in der Kreisliga B. „Spielpraxis“, sagt Hyseni, „ist in diesem Alter extrem wichtig.“

Am Freitagabend (18.30 Uhr) bestreiten die Allgäuer das erste Testspiel beim Verbandsligisten VfB Friedrichshafen. „Gegen ein höherklassiges Team wollen wir das umsetzen, was wir im Training geübt haben“, meint Hyseni. „Das Ergebnis ist zweitrangig, es sollte aber natürlich nicht ins Extreme gehen. Wichtig ist, dass wir in den Rhythmus kommen.“

VfB Friedrichshafen geht gegen den FV unter

Ein extremes Ergebnis gab es am Mittwochabend für den VfB – der Test gegen den Oberligisten FV Ravensburg ging mit 0:7 verloren. Nach zwei Trainingseinheiten und aufgrund des Fehlens von einigen Leistungsträgern konnte Friedrichshafen das Tempo des Oberligisten nicht mitgehen. Für VfB-Trainer Stephan Steinhauser ist das deshalb nachvollziehbar, trotzdem war er mit der zweiten Halbzeit (fünf Gegentore zwischen Minute 46 und 62) nicht zufrieden. „Das darf uns nicht passieren“, sagte Steinhauser über das 0:7. „Wir werden gegen Wangen ein anderes Gesicht zeigen.“