FC Wangen

Der FC Wangen (hier: Nikica Vojnovic im Zweikampf mit Dominik Felger) möchte gegen Laupheim an den starken Auftritt gegen Reinstetten anschließen. (Foto: Maximilian Rist)

Der FC Wangen will nach dem 5:0-Sieg gegen Reinstetten auch bei Olympia Laupheim punkten. Die Gastgeber haben nach schwachem Start im neuen Jahr allerdings in die Spur gefunden.

Autor: Giuseppe Torremante

Wer erinnert sich nicht an die 0:2-Hinspielniederlage im Allgäu-Stadion? Es war damals die dritte in Folge – und der FC Wangen blieb 270 Minuten ohne Tor. Wer die Partie Anfang Oktober noch gut im Gedächtnis hat, der weiß noch, dass der aktuelle Tabellensiebte viele Phasen der Begegnung dominierte, aber beste Chancen nicht verwertete. Das soll nun im Rückspiel am Samstag (15.30 Uhr) anders werden. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe zwischen zwei Mannschaften, die ein klares Ziel haben, nämlich drei Punkte“, sagt FCW-Trainer Safet Hyseni.

Duell auf Augenhöhe

Der Saisonverlauf beider Mannschaften ist zwar sehr unterschiedlich, aber aktuell trennen beide nur zwei Punkte (39:37). Die Elf von Trainer Andreas Spann hatte einen Traumstart in die Saison und war zwischen dem fünften und 13. Spieltag Tabellenführer. In den letzten fünf Partien des vergangenen Jahres war die Ausbeute mit nur einem Zähler äußerst mager. Diese Negativserie setzte sich zunächst auch im neuen Jahr fort. Vier Spiele, nur ein Punkt. „Die vielen guten Ergebnisse habe ich immer als Höhenflug bewertet. Die junge Mannschaft hatte oft das Spielglück auf ihrer Seite. Mit dem ersten Negativerlebnis (0:2 gegen Türk Spor Neu-Ulm, Ende Oktober) ging auch die Leichtigkeit verloren“, betont Andreas Spann.

Eher schleppend war der Start ins neue Jahr, doch mit dem 3:0-Erfolg bei der SSG Ulm kam die Wende. Acht Punkte aus vier Partien, Olympia Laupheim ist wieder in der Spur. Die zweitbeste Auswärtsmannschaft holte beide Erfolge allerdings auf fremden Plätzen. „Es wird für uns ein hartes Stück Arbeit, Zählbares aus Laupheim mitzunehmen“, meint  Wangens Coach Hyseni. Seine Mannschaft erlebte zuletzt ein Auf und Ab. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge (0:3 gegen Staig, 0:2 bei Türk Spor) gelang dem FCW der Befreiungsschlag gegen Reinstetten. Zwei Dinge waren für den Sieg wichtig: Die Allgäuer waren vor dem Tor wieder effizient und auch das Spielglück kehrte wieder zurück. „Wir wollen an der reiferen Leistung von vergangener Woche anknüpfen“, betont Hyseni.

Laupheim zeigt Schwächen in der Abwehr

Das wird auch notwendig sein, denn Olympia Laupheim hat wieder das nötige Selbstvertrauen. Trotzdem ist die Mannschaft im Vergleich zur Hinrunde vor allem in der Abwehr anfällig. Die Spieler sind in ihren Aktionen nicht mehr so konsequent. So lässt sich auch das 1:1 im Nachholspiel beim SV Kressbronn erklären. Vor allem bei hohen Bällen wackelte die Hintermannschaft. Olympia hatte Glück, dass der SVK die zwei Großchancen gegen Ende der Partie nicht zum Sieg nutzte.

Der FC Wangen hat in der Abwehr einen Schritt nach vorn gemacht. Einfache Bälle werden nicht mehr in die Füße des Gegners gespielt und die Art und Weise, wie Justin Schumacher und seine Mitspieler das Leder immer wieder gekonnt kreisen lasse, bis sich eine Lücke öffnet, zeigt, dass die Allgäuer sich auch hier weiterentwickelt haben. Das Spiel mit und gegen den Ball ist deutlich besser geworden. Hinzu kommt, neben dem Dreierpack von Kapitän Simon Wetzel, dass auch die jungen Stürmer David Wessle und Tim Bucher beim 5:0 wieder trafen. Das gibt Selbstvertrauen.

Personell sind die beiden Abwehrspieler Orion Guillaume und Simon Straub fraglich. Dagegen kehrt Jannek Brüderlin in den Kader zurück. Der Defensivspieler hat in den beiden Einheiten zu Beginn der Woche mitgewirkt und keine Schmerzen mehr empfunden.

Die Umstellung von Kunstrasenplatz auf Rasen ist ebenfalls gelungen. So ist zumindest die Einschätzung von Hyseni. Nun gilt es, den Schwung aus dem klaren Sieg gegen Reinstetten vor einer Woche in Laupheim mitzunehmen. Die Gastgeber haben zu Hause zwar 18 Punkte geholt, aber in der Heimtabelle bedeutet dies Platz zwölf. „Wir werden einen guten Matchplan brauchen, und daran arbeiten wir mit der nötigen Entschlossenheit“, so Hyseni. Das Ziel des FCW: Drei Punkte.