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FC Wangen

Beim FC Wangen (hier: Tim Bucher in Rot gegen Ehingens Maurizio Scioscia) sollen am Samstag wieder Punkte her. (Foto: Josef Kopf)

Der FC Wangen will nach zwei Pleiten beim abstiegsbedrohten SV Reinstetten zurück in die Erfolgsspur finden.

Autor: Felix Kerscher | Schwäbische Zeitung

Zwei Niederlagen in Folge musste die Landesliga-Fußballer des FC Wangen zuletzt beim FV Rot-Weiß Weiler (0:1) und zu Hause gegen den SSV Ehingen-Süd (0:3) hinnehmen. Es waren Spiele, die man durchaus verlieren konnte. Weiler ist so etwas wie der Angstgegner der Allgäuer – seit 2015 konnten sie nicht mehr gegen den FV gewinnen. Und der SSV steht am neunten Spieltag ohne Punktverlust unangefochten an der Tabellenspitze. Dass das Team von Trainer Safet Hyseni danach immer noch auf dem vierten Rang steht, zeigt, wie stark es in die Saison gestartet war.

Am Samstag (15.30 Uhr/Waldstadion) geht es für die Wangener zum SV Reinstetten, also einem Gegner, der mit den vorderen Plätzen nichts zu tun hat und momentan auf dem 14. und damit dem ersten Abstiegsrang rangiert. „Bekanntlich sind das immer die schwersten Spiele“, warnt Wangens Trainer Safet Hyseni. Reinstetten konnte in den vergangenen drei Spielen keinen Punkt holen und schoss beim Versuch auch nur ein Tor. Nach dem 0:3 am vergangenen Samstag beim FC Blaubeuren bemängelte Trainer Michael Bochtler vor allem die „mangelnde Effizienz“ vor dem gegnerischen Gehäuse. Die Tordifferenz des SV Reinstetten (-10) ist die zweitschlechteste der Liga hinter Schlusslicht SC Türkgücü Ulm (-18). „Das wird trotzdem kein einfaches Spiel“, sagt Hyseni. „Sie werden uns sicher alles abverlangen und wir müssen bereit sein, den Kampf anzunehmen.“ Das Waldstadion ist für ihn unbekanntes Terrain. „Ich habe noch nie in dem Stadion gespielt, aber die Jungs haben mir gesagt, es sei nicht einfach dort“, erzählt er. „Der Fokus liegt aber auf unserem Spiel – nach den zwei Niederlagen wollen wir diesen Hunger, diese Gier, diese Geilheit vor dem Tor wieder entwickeln.“

Mit voller Kapelle nach Reinstetten

Zuletzt trafen die beiden Vereine im April 2026 aufeinander, und es gab die große Simon-Wetzel-Show. Im Alleingang brachte der Wangener Kapitän seine Mannschaft mit 3:0 in Führung – am Ende hieß es sogar 5:0. Dieses Ergebnis will Hyseni nicht überbewerten und weist darauf hin, dass das Hinspiel im September 2025 mit 0:3 verloren ging. „Wir müssen einfach verhindern, dass sie am Samstag einen Sahnetag erwischen. Es ist unser oberstes Ziel, diese drei Punkte mitzunehmen.“ Erfreulich für ihn, dass er dafür fast auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Lediglich der Dauerverletzte Alexander Hartl, der sich aber schon wieder im Aufbautraining befindet, und der studienbedingt verhinderte Emil Martin, stehen ihm nicht zur Verfügung.