FC Wangen

Der FC Wangen (Tim Bucher) trifft am Samstag zu Hause auf den FC Srbija Ulm. (Foto: Florian Wolf)

Die Allgäuer treffen in der Fußball-Landesliga auf den abstiegsgefährdeten FC Srbija Ulm. Bei einem Erfolg käme Wangen dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher.

Autor: Thorsten Kern | Schwäbische Zeitung

In der vergangenen Saison spielte der FC Srbija Ulm eine überragende Vorrunde in der damaligen Quali-Staffel Nord der Fußball-Landesliga. Als Tabellenführer zogen die Ulmer in die Aufstiegsrunde ein, in der sie letztlich Neunter wurden. In dieser Saison tut sich der FC Srbija deutlich schwerer – die Ulmer stecken drei Spieltage vor dem Saisonende tief im Abstiegskampf der Landesliga-Staffel IV.

Fünf Punkte Rückstand hat Srbija auf den TSV Heimenkirch auf dem Abstiegsrlegeationsplatz. Der FC Wangen hat vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr/Allgäustadion) acht Punkte Vorsprung vor Ulm. Sollte der FCW als Tabellenachter also gegen den FC Srbija Ulm gewinnen, dann könnten die Allgäuer zumindest nicht mehr auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. „Vielleicht ist es das bislang wichtigste Spiel der Saison für uns“, sagt daher Wangens Trainer Safet Hyseni. „Wir wollen die drei Punkte und werden alles dafür geben.“

Ulm geht gegen Riedlingen unter

Der FC Srbija ist am vergangenen Spieltag beim TSV Riedlingen, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, mit 0:5 untergegangen. „Natürlich schauen wir auf die Ergebnisse der Gegner“, meint Hyseni. „Aber wir tun gut daran, nur auf uns zu schauen.“

Der FCW-Trainer hat seiner Mannschaft am Donnerstag noch einmal Videoszenen der Partie beim FV Biberach (3:3) gezeigt. „Bei einem Absteiger dürfen wir eine 2:0-Führung nicht aus der Hand geben“, ärgert sich Hyseni noch immer über das unnötige Unentschieden. „Die Gegentore sind zu leicht gefallen.“Wieder einmal. Denn die Defensive ist und bleibt die Achillesferse der Wangener in dieser Saison. „48 Gegentreffer sind zu viel für eine Mannschaft, die den Anspruch hat, viel weiter oben mitzuspielen“, sagt Hyseni. Zum Vergleich: Der enteilte Spitzenreiter und feststehende Meister Türkspor Neu-Ulm hat nur 25 Gegentore kassiert, der Tabellenvierte FV Olympia Laupheim auch nur 30. „Daran arbeiten wir, da müssen wir konstanter werden“, sagt der FCW-Trainer über die Arbeit vor dem eigenen Tor.

Der FC Srbija allerdings hat ebenfalls immer wieder Defensivprobleme und bereits 59 Gegentreffer hinnehmen müssen. Demgegenüber stehen bei den Ulmern nur 39 erzielte Tore – der FC Wangen hat 58 Tore geschossen. „Man sieht, dass wir Qualität haben“, meint Hyseni. „Aber das hat man leider immer nur temporär gesehen.“ Auch offensiv fehlt also die Konstanz.

Dennoch haben die Wangener im Kampf um den Klassenerhalt alles in der eigenen Hand. Mit einem Heimsieg am Samstag wäre ein großer Schritt gemacht, danach warten noch die Partien beim TSV Neu-Ulm (Fünfter) und gegen den TSV Buch (Siebter). „Wichtig ist, dass wir in diesen Spielen alles abrufen“, meint Hyseni. „Fehler wie in Biberach müssen wir unbedingt abstellen.“

Auch wenn es bei den Allgäuern personell nicht rosig aussieht, weil einige Spieler verletzt oder krank sind, geht Hyseni optimistisch ins Wochenende und das Heimspiel. „Es darf keine Rolle spielen, wer bei uns dabei ist und wer der Gegner ist“, sagt der FCW-Trainer. Seine Mannschaft müsse ihr Spiel auf den Platz bekommen.