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FC Wangen

Die Eschacher Fußballer – hier Finn Tolkmitt gegen den TSV Riedlingen – versuchen ihre Qualitäten auch gegen den FC Wangen auf den Platz zu bringen. (Foto: Alexander Hoth)

Während der Aufsteiger das Spiel als Highlight zelebriert, möchte der spielstarke FC Wangen den nächsten Dreier einfahren.

Autor: Nico Brunetti | Schwäbische Zeitung

„Das wird für die ein Highlight, wenn wir nach Eschach kommen“ – Wangens Doppeltorschütze Jonas Brüderlin schickte nach dem 5:2-Heimsieg gegen den FC Mengen bereits die ersten sportlichen Grüße an den nächsten Gegner. Beim TSV Eschach rennt er damit offene Türen ein. „Es ist eine tolle Sache, gegen einen großen Verein aus der Region zu spielen“, freut sich Heimcoach Ingo Martin auf das Kräftemessen.

Wenn am Sonntag um 15 Uhr der Anpfiff ertönt, prallen in der Landesliga IV jedoch zwei unterschiedliche Fußball-Welten aufeinander. Während die Gastgeber das Abenteuer Landesliga in vollen Zügen genießen und jeden Auftritt in der siebthöchsten Spielklasse regelrecht zelebrieren („Für uns ist jedes Spiel etwas Besonderes“, schwärmt Martin), reist der FC Wangen mit ganz anderen Ansprüchen an.

Die Chancen stehen gut, dass sich Eschach ein weiteres Landesliga-Jahr erspielt. Aus den ersten acht Partien holte der TSV starke 13 Punkte und rangiert auf Platz acht. Eine Schwächephase haben die Oberschwaben hinter sich gelassen: Sowohl gegen den TSV Heimenkirch (2:0) als auch beim FC Blaubeuren (0:0) stand hinten die Null. „Das ist die Basis für vieles“, lobt Martin die gelungene Defensivarbeit.

Auch in der Offensive strahlt der TSV Gefahr aus. Mit 18 erzielten Treffern stellt der Aufsteiger einen beachtlichen Wert. „Wir sind nie ohne Chance und immer in der Lage, dem Gegner wehzutun“, betont Martin vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellendritten: „Das wird ein dicker Brocken. Wangen ist spielerisch sehr stark, sie haben sich da sehr gemacht.“

Der Blick geht Richtung Verbandsliga

Allzu glücklich ist der FC Wangen mit der Landesliga hingegen nicht. Von 2016 bis 2023 waren die Allgäuer in der Verbandsliga unterwegs – und dahin wollen sie so schnell wie möglich zurück. „Das ist ein super Verein mit einer geilen Sportanlage“, betont FCW-Trainer Safet Hyseni. Dennoch gilt es aus seiner Sicht, die Realität anzunehmen: Die Wangener setzen auf viele junge Akteure. Dieser Entwicklungsprozess verläuft positiv. „Wir müssen den eingeschlagenen Weg fortführen“, fordert Hyseni.

Er sieht seine Mannschaft „fitnesstechnisch auf einem Toplevel“ und war gegen Mengen vor allem vom Spielaufbau beeindruckt: „Wie wir maximale Drucksituationen gelöst haben, war sensationell.“ In Eschach wird die Herausforderung nun wohl darin liegen, einen tiefen Abwehrblock zu bespielen. Hyseni warnt: „Das wird sicherlich kein einfaches Spiel.“

Tobias Weiß kehrt zurück

Die Gastgeber müssen ein paar Ausfälle verkraften. Dominik Kuhn ist nach seiner Roten Karte wegen einer Notbremse gesperrt, zudem fehlen Sebastian Reger und Marius Sauter. Dafür kehrt Tobias Weiß in den Eschacher Kader zurück. TSV-Trainer Ingo Martin sieht den FCW kollektiv so stark aufgestellt, dass er sich nicht auf Einzelspieler wie etwa Kapitän Simon Wetzel fokussieren will. Die Lust auf das Duell ist enorm: „Irgendwo ist es ein Landesliga-Derby. Wir kennen aus Wangen ein paar Leute und freuen uns einfach auf solche Spiele.“