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FC Wangen

Ehingen-Süd (li. Finn Paul) ließ den FC Wangen (re. Max Biewer) im Allgäustadion keinen Raum für den Spielaufbau. (Foto: Josef Kopf) Wangen unterliegt dem SSV Ehingen-Süd mit 0:3 im Spitzenspiel. Die Gäste sind dominant und festigen durch den Sieg die Tabellenführung in der Landesliga.

Autor: Felix Kerscher | Schwäbische Zeitung

Vor dem achten Spieltag der Fußball-Landesliga Staffel 4 war Tabellenführer SSV Ehingen-Süd die einzige Mannschaft, die noch keinen Punkt abgegeben hatte. Sieben zu null Siege bei einer Tordifferenz von 20:6 sprachen bislang eine deutliche Sprache. Am Samstagnachmittag waren die Ehinger der Gegner des Tabellenzweiten FC Wangen. 251 Zuschauer konnten also im Allgäustadion ein absolutes Spitzenspiel sehen. Ehingen Süd war auch im achten Spiel in Folge erfolgreich und siegt mit 3:0 (1:0).

Schiedsrichter bringt Hektik ins Spiel

Über „die beste Leistung in dieser Saison von meiner Mannschaft – defensiv und offensiv“, freute sich anschließend SSV-Trainer Florian Treske. „Nach dem Gegentreffer, den wir so nicht kriegen dürfen, haben wir einen Bruch drin gehabt in unserem Spiel. Danach war Ehingen sehr dominant – wir sind fast nicht mehr hinten rausgekommen“, fasste Wangens Trainer Safet Hyseni den Grund für die Heimniederlage zusammen.

In der Tat waren die Hausherren in den ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit tonangebend, konnten aber nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Etwas Hektik brachte Schiedsrichter Ricky Häußler aus Ballendorf in die Begegnung. Bereits nach acht Minuten zeigte er dem Ehinger Jona Sachpazidis wegen einer Kleinigkeit die Gelbe Karte, anschließend ließ er eine Menge durchgehen. „Er hat keine so klare Linie gehabt“, sagte Treske später. „Es lag aber sicher nicht am Schiedsrichter, dass wir verloren haben“, stellte Hyseni klar.

Nach 20 Minuten übernimmt Ehingen-Süd

Das lag fraglos am SSV Ehingen-Süd, der nach der Anfangsphase das Spiel übernahm und Wangen bei bestem Fußballwetter stark unter Druck setzte. Das 1:0 durch Simon Hilger in der 24. Minute hatte sich schon eine Weile angekündigt. Wangen leistete sich einen Ballverlust vor dem eigenen Gehäuse und der SSV nutzte die Gelegenheit durch eine schöne Passstafette. „Einfach saublöd“, nannte Hyseni den Gegentreffer. Während die Gäste noch jubelten, wäre dem FCW beinahe sofort der Ausgleich gelungen. Der SSV ließ sich nach dem Anstoß überlaufen, doch David Wessle konnte frei vor dem Tor die scharfe Hereingabe von rechts nicht unter Kontrolle bringen. „Solche Dinger müssen wir halt einfach auch reinmachen“, ärgerte sich Hyseni, dessen Team ein wenig Glück hatte, nur mit einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen.Auch in Hälfte zwei bestimmten die Gastgeber die ersten Minuten, bevor der Druck Ehingens erneut zu groß wurde. Solange es 0:1 stand, hatte Wangen aber immer noch die Chance, durch einen ihrer Konterversuche auszugleichen, doch Bucher scheiterte am Außennetz und Simon Wetzel und Wessels am SSV-Torhüter Julian Gebhart. Trotz großer Gäste-Dominanz dauerte es bis zur 81. Minute, bis diese das Spiel entschieden: Im Strafraum kam der Ball zu Elias Kamper, der mit einem Schuss an den Innenpfosten das 2:0 erzielte. Nur vier Minuten später wurde Timo Kästle im Wangener Strafraum gefoult und der zuvor eingewechselte Narciso Filho verwandelte den fälligen Strafstoß ebenso souverän zum 3:0-Endstand. Nach dem Abpfiff lobte Florian Treske den Gegner und sein Team gleichermaßen: „Dass Wangen ein Gegner mit viel Tempo und viel Qualität ist, das war uns vorher bewusst – aber wir hatten sie defensiv unter Kontrolle und machen in den richtigen Momenten die Tore.“

Landesliga, 8. Spieltag

FC Wangen – SSV Ehingen-Süd 0:3 (0:1). – Tore: 0:1 Simon Dilger (24.), 0:2 Elias Kamper (81.), Narciso Filho (FE, 85.) – Zuschauer: 251 – SR: Ricky Häußler – FCW: Maier – Biewer (65. Guillaume), Huß (87. Elgaß), Zirn (71. Vojnovic), Ja. Brüderlin (46. Straub), Oelmayer (69. Jo. Brüderlin), Wetzel, Bucher, Willhalm, Zirn (46. Huber), Schumacher (84. Schneider), Bucher, Wessle – SSV: Gebhart – Biesinger (86. Eiselt), Kamper, Kästle, Rupp, Scioscia (88. Schneider), Haiß (61. Herde), Paul, Sachpazidis (74. Schrode), Ströbele, Dilger (75. Filho).