Der SV Kressbronn (rechts) ist gewillt, dem FC Wangen (vorne links) Zählbares abzuluchsen. (Foto: Josef Kopf)
Sowohl der SV Kressbronn als auch der FC Wangen haben nach einem verheißungsvollen Start in das neue Jahr nachgelassen. Jetzt steht das Rückspiel an.
Autor: Giuseppe Torremante
In der Fußball-Landesliga IV treffen am Samstag der SV Kressbronn und der FC Wangen (15 Uhr) aufeinander. Auf dem Papier sind die spielerisch stärkeren Allgäuer eindeutiger Favorit. Das Hinspiel hat aber gezeigt, dass es eine enge Partie werden kann. Zumal beide Mannschaften im Jahr 2026 die identische Punktzahl (10) eingefahren haben.
Im Oktober 2025 gewann der FCW dank eines Treffers in der Nachspielzeit knapp mit 2:1. Das entscheidende Tor für den Tabellenzehnten schoss Abwehrchef Justin Schumacher. Mit dem Heimerfolg gegen den SVK beendete Wangen damals eine Negativserie von vier Spielen ohne Sieg. „Der SV Kressbronn ist eine unangenehme Mannschaft, die dem Gegner alles abverlangt. Wir sind zwar Favorit, aber vom Hinspiel her gewarnt und müssen unsere Hausaufgaben machen, wenn wir drei Punkte holen wollen. Es gilt, mutig aufzutreten“, sagt FCW-Trainer Safet Hyseni. Sein Team muss im Derby vor allem bei den Standardsituationen von Kapitän Elias Wiesener und den Umschaltbewegungen des Tabellenvorletzten aufpassen.
Der SV Kressbronn zeigte sein Potenzial in den ersten vier Spielen des neuen Jahres. Da holte der Aufsteiger acht Punkte und besiegte spielerisch starke Mannschaften wie den FC Srbija Ulm (3:1) und den TSV Neu-Ulm (2:1). Zuletzt lief es nicht mehr ganz so rund, weil das Team von Interimstrainer Reinhard Bergmann zu viele Gegentore kassierte. Seit sechs Partien ist der SVK sieglos, der Einsatz stimmte aber beim Torfestival gegen den TSV Riedlingen (4:5). Bergmann machte danach deutlich, die restlichen Spiele trotz des drohenden Abstiegs nicht abschenken zu wollen. Kressbronn trennen 14 Punkte vom Abstiegsrelegationsplatz, den seit Mittwochabend der TSV Heimenkirch (1:0 in Riedlingen) belegt.
Auch Wangen hat nach einem verheißungsvollen Start in das Jahr 2026 abgebaut. Sieben Punkte aus drei Spielen konnten sich sehen lassen, insbesondere mit dem 4:3-Auswärtssieg beim TSV Buch ließ das Hyseni-Team positiv aufhorchen. Danach folgte aber nur noch ein 5:0-Erfolg gegen den SV Reinstetten, alle anderen Spiele wurden verloren, dreimal ohne ein eigenes Tor.
Vor allem bei der vergangenen 0:2-Niederlage im Derby gegen den FV Rot-Weiß Weiler fehlten der Mannschaft im letzten Drittel die zündenden Ideen. „Wir scheitern oft an uns selbst, nicht am Gegner“, betont Hyseni. In den verbleibenden sieben Spielen erhoffen sich die Allgäuer, mehr Punkte als zuletzt zu holen und die Platzierung, die nicht dem eigenen Anspruch entspricht, zu verbessern.