FC Wangen

Der FC Wangen (Simon Zirn) kam beim FV Biberach trotz starker Anfangsphase nur zu einem 3:3. (Foto: Maximilian Rist)

Beim bereits feststehenden Absteiger FV Biberach kamen die Allgäuer in der Fußball-Landesliga trotz hochkarätiger Chancen nur zu einem 3:3. Der FCW ist damit noch nicht gerettet.

Autor: Thorsten Kern | Schwäbische Zeitung

Unter der Woche gab es ein 1:1 im Derby gegen den abstiegsbedrohten TSV Heimenkirch, nun das 3:3 beim FV Biberach, der bereits als Absteiger feststeht. „Das waren vier Punkte zu wenig“, sagt Safet Hyseni, Trainer des FC Wangen, über die beiden Unentschieden. „Hätten wir die vier Punkte mehr, wären wir aus dem größten Schlamassel etwas raus.“

So müssen die Wangener den Blick drei Spieltage vor dem Saisonende weiter nach unten richten. Der Klassenerhalt ist noch nicht fix – es deutet sich ein extrem spannendes Finale in der Landesliga-Staffel IV an. „Es ist zäh in den vergangenen Wochen“, gibt Hyseni zu. „Aber jetzt müssen wir in den letzten Spielen alles ausblenden und nur auf uns schauen.“

Frühes 1:0 mit einem Elfmeter

Beim FV Biberach sah in der ersten halben Stunde alles nach einem Sieg des FCW aus. Bereits nach gut zwei Minuten gab es die Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Sebastian Flegr nach einem Foul an Wangens Tim Bucher. Jonas Brüderlin übernahm die Verantwortung und verwandelte gegen Biberachs Torwart Moritz Zieger zum 1:0.

Die Gäste aus dem Allgäu hatten weitere gute Chancen. „Die ersten 30 Minuten waren sehr stark, so stark wie lange nicht mehr, aber wir hätten schon höher führen müssen“, sagt Hyseni. Zwar erhöhte David Wessle in der 21. Minute auf 2:0, doch davor und danach vergaben die Wangener Topchancen. Nach dem Videostudium am Sonntag hatte sich Hyseni „acht klare Chancen“ notiert. „Nur zwei Tore daraus zu erzielen ist dann einfach zu wenig.“

So kam es, wie es so oft in einem Fußballspiel passiert: Nicht die Mannschaft trifft, die dominant spielt, sondern der Gegner. Deniz Baris Mrden brachte Biberach auf 1:2 heran (31.). „Ich weiß aber auch nicht, warum die Biberacher so weit unten in der Tabelle stehen, sie haben richtig gut gespielt“, lobt Hyseni den Gegner. „Natürlich konnten sie auch befreit aufspielen.“ Denn nach einer Saison zum Vergessen ist längst klar, dass der FV in der kommenden Saison nur noch in der Bezirksliga an den Start gehen darf.

Nach dem Seitenwechsel fehlte Wangen die Dominanz der ersten Halbzeit. „Wir waren nicht mehr gut drin“, sagt Hyseni. Kai Luibrand sorgte für den Ausgleich (71.), keine drei Minuten später führten die Biberacher nach dem zweiten Treffer von Mrden mit 3:2. Es droht sogar ein komplettes Debakel für die Allgäuer, die durch Simon Straub einmal die Latte trafen und laut Hyseni zwingend einen zweiten Elfmeter hätten bekommen müssen. „Der Schiedsrichter hat ansonsten eine sehr gute Leistung gezeigt, aber da hätte er pfeifen müssen“, meint Hyseni zur Szene, als Yannick Huber im Biberacher Strafraum „klar am Fuß“ (Hyseni) getroffen wurde.

Doch der zweite Elfmeterpfiff blieb aus. „Zum Glück haben wir wenigstens noch das 3:3 gemacht“, sagt der FCW-Trainer. Der eingewechselte Elias Willhalm traf in der 80. Minute. Mehr als den einen Punkt gab es für Wangen aber nicht. „Jetzt sind wir gegen Srbija in der Pflicht“, sagt Hyseni über das Heimspiel am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellen-14. FC Srbija Ulm. „Mit einem Sieg könnten wir zumindest nicht mehr direkt absteigen“, rechnet Hyseni vor.

Danach geht es noch zum TSV Neu-Ulm und zum Saisonabschluss zu Hause gegen den TSV Buch. „Das Restprogramm ist nicht einfach“, sagt Hyseni. Und ohne eine bessere Chancenverwertung als zuletzt in Heimenkirch und Biberach wird es für die Wangener noch schwerer als sowieso schon.

Landesliga, 31. Spieltag

FV Biberach – FC Wangen 3:3 (1:2). – Tore: 0:1 Jonas Brüderlin (3., Foulelfmeter), 0:2 David Wessle (21.), 1:2 Deniz Baris Mrden (31.), 2:2 Kai Luibrand (70.), 3:2 Mrden (74.), 3:3 Elias Willhalm (80.) – Schiedsrichter: Sebastian Flegr – Zuschauer: 80 – FCW: Maier – Jo. Brüderlin, Huber (75. Zirn), Wetzel (61. Willhalm), Bucher, Ja. Brüderlin (84. Guillaume), Oelmayer, Schumacher, Straub, Wessle (90. Wellmann).