Wangens Trainer Safet Hyseni kann nach dem 2:0-Sieg gegen Blaubeuren erst einmal durchatmen. (Foto: Maximilian Rist)
Nach drei Niederlagen in Folge und dem Absturz in der Tabelle hat der FC Wangen wieder gewonnen. Der 2:0-Erfolg gegen Blaubeuren war ein wichtiger Schritt.
Autor: Giuseppe Torremante
Die Ausgangslage für den FC Wangen vor der Partie gegen den FC Blaubeuren war klar: Stolpern verboten. Der Grund: Die Mannschaften, die in der Tabelle hinter dem FCW liegen, punkten derzeit von Woche zu Woche.
Marcel Maier kehrte für Björn Bühler wieder ins Tor zurück. Von Beginn an spielte Jan Gleinser, genau wie Simon Straub. Nach einem ersten Abtasten prüfte Nermin Velagic den Wangener Torhüter mit einem Schuss – kein Problem für Maier (12.). In der Folge setzte der FC Wangen die Akzente, Blaubeuren suchte sein Heil im Konterspiel. Nach einer guten Kombination über Yannick Huber und Simon Wetzel vollendete Tim Bucher mit seinem elften Saisontor zum 1:0 für die Allgäuer. Bei seinem knallharten Schuss unter die Latte hatte Dominik Gavric keine Chance.
Was für eine Befreiung auf dem Feld, was für ein Durchatmen auf der Bank. Kurz vor der Pause hätte Yannick Huber auf 2:0 erhöhen müssen, fand seinen Meister aber in Torhüter Gavric. Nach einem Doppelpass von Wetzel und Zirn kam der Ball in die Mitte, wo Huber frei stehend am Torhüter der Gäste scheiterte. Klare Torchancen hatten die Gäste in den ersten 45 Minuten nicht, und auch nach Wiederbeginn ließen die Spieler des FC Blaubeuren den Ball zwar laufen, die Abwehr des FC Wangen war aber stets auf der Hut.
Die Spannung blieb erhalten, weil der FCW die Umschaltmomente und die sogenannten Halbchancen nicht nutzte. Nach 66 Minuten bediente David Wessle dann Jonas Brüderlin, der einfach draufhielt. Ein Schuss, ein Schrei, pure Freude. Es war das 2:0 für den FC Wangen unter tatkräftiger Mithilfe von Anes Martinovic, der laut dem offiziellen Bericht des Schiedsrichters den Ball entscheidend ins eigene Tor ablenkte. Der Rest war konzentrierte Arbeit bis zum Schluss. „Gratulation an den FC Wangen, der verdient gewonnen hat, weil sie vieles besser gemacht haben als wir“, meinte Dario Tomic, Trainer des FC Blaubeuren. „Es waren für uns drei ganz wichtige Punkte. In der Liga geht es so eng zu, dass du dir kaum einen Ausrutscher leisten kannst“, betonte Safet Hyseni in der Pressekonferenz nach der Partie.
Bereits am Mittwoch (18 Uhr) steht das nächste Spiel für den FC Wangen auf dem Programm. Hysenis Team reist zum TSV Heimenkirch, der im neuen Jahr bereits 29 Punkte geholt hat. Gemeinsam mit dem TSV Buch (23) und dem Spitzenreiter Türkspor Neu-Ulm (23) stellen sie die beste Rückrundenmannschaft. 25 der aktuell 38 Punkte holte die Mannschaft von Trainer Nino Hartinger zu Hause. Der Grund: Wichtige Spieler, die in der Vorrunde aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung standen, setzen nun die nötigen Akzente.
Im Heimspiel gegen den FC Srbija Ulm, der ebenfalls um den Klassenerhalt kämpft, gewann der TSV mit etwas Glück 4:3. Nach sieben Minuten führte der TSV bereits mit 3:0 und alles sah nach einem Kantersieg aus. Heimenkirch startete gegen Srbija furios, baute aber ebenso stark ab. Die Gäste glichen zur Halbzeit zum 3:3 aus. Simon Weber brachte den TSV per Kopf wieder in Führung (61.). Nenad Duric, der bereits das 2:3 erzielt hatte, scheiterte aus kurzer Distanz an der Latte der Gastgeber (64.). Der Ball ging nicht ins Tor, sondern sprang wieder ins Feld zurück.
Im Kampf um den Klassenerhalt geht es sehr eng zu. Wangen hat 40 Punkte, Heimenkirch 38. Beide Mannschaften sind aber noch nicht endgültig gerettet, brauchen noch Punkte. So gesehen ist das Spiel am Mittwoch ein spannendes Derby, das die Zuschauer auch aufgrund der Tabellensituation elektrisieren wird. „Es wird ein enges Spiel, in dem wir gefordert sind. Wir werden bereit sein“, sagte FCW-Abwehrchef Justin Schumacher.
FC Wangen – FC Blaubeuren 2:0 (1:0). – Tore: 1:0 Tim Bucher (27.), 2:0 Jonas Brüderlin (66.) – Schiedsrichter: Kevin Popp – FC Wangen: Maier, Biewer, Zirn (57. Wessle), Gleinser (82. Huß), Jonas Brüderlin (90.+1 Martin), Huber (77. Vojnovic), Wetzel (77. Oelmayer), Bucher, Willhalm, Schumacher, Straub.