FC Wangen

Das Hinspiel gegen Türk Spor Neu-Ulm (Mi. Awet Kidane) verlor der FC Wangen (li. Yannick Huber, re. Jonas Brüderlin) nach einer schwachen Leistung mit 0:4. (Foto: Josef Kopf/Archiv)

Der FC Wangen ist am Samstag (15.30 Uhr) beim Spitzenreiter der Fußball-Landesliga gefordert. Türk Spor Neu-Ulm beherrscht die Konkurrenz nach Belieben.

Autor: Giuseppe Torremante

Die Bilanz des Tabellenführers ist beeindruckend. 26 Punkte auswärts geholt, 26 Punkte zu Hause. Türk Spor Neu-Ulm hat den besten Sturm der Landesliga (57 Tore) und die beste Abwehr (16). Nur zweimal verlor die Mannschaft von Trainer Florian Peruzzi. 0:2 gegen die SSG Ulm und im neuen Jahr 0:3 beim TSV Buch. Zehnmal hat Neu-Ulm zu null gespielt. Zahlen, die zeigen, dass Türk Spor zurecht Platz eins in der Tabelle belegt. Das Prunkstück des Spitzenreiters ist die Kombinationsfreude.

FC Wangen muss dagegenhalten

Trotzdem sind die Allgäuer am Samstag nicht chancenlos. Was Neu-Ulm nicht mag, ist Gegenwehr des Gegners. Da liegt die große Chance des FC Wangen. Der FCW muss von Beginn an den Spitzenreiter anlaufen, giftig sein in den Zweikämpfen und versuchen, die Spielfreude zu unterbinden. Das geht aber nur, wenn die Allgäuer über 90 Minuten so gut wie nichts anbieten. Abspielfehler oder inkonsequentes Verteidigen sollten tunlichst vermieden werden.

Bei Ballbesitz schaltet Türk Spor in den erfolgreichen Angriffsmodus. „Wir müssen mutig auftreten und unser Spiel durchziehen, läuferisch und kämpferisch ans Limit gehen. Wenn wir das umsetzen, dann bekommen wir unsere Chance“, meint FCW-Trainer Safet Hyseni. „Wir gehen nicht als Favorit ins Spiel.“

Es ist so etwas wie eine Reise ins Ungewisse. Zur Erinnerung: Nach einem frühen Rückstand wurde Wangens Jannek Brüderlin nach 30 Minuten im Hinspiel mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen. Er verursachte einen Foulelfmeter, den Ümüt Sönmez zum 2:0 verwandelte. Das 0:4 war für Wangen der Beginn einer Niederlagenserie: 0:3 beim SV Reinstetten, 0:2 gegen Olympia Laupheim. Der FCW rutschte ins Mittelfeld der Tabelle ab.

Im neuen Jahr haben die Allgäuer aber in den zwei Auswärtsspielen gezeigt, dass sie erfolgreichen Fußball spielen können und sechs Punkte geholt. Vor allem das 4:3 beim Dritten TSV Bruch war eine starke Leistung des Teams. Türk Spor Neu-Ulm verlor dort mit 0:3. Die Mannschaft von TSV-Trainer Harald Haug hat den Spitzenreiter von Beginn an bearbeitet und keine Räume gelassen, den Ball laufen zu lassen.

Starker Stürmer in Reihen der Neu-Ulmer

Aufpassen muss Wangen unter anderem auf den 18-jährigen Nikola Stojnovic. Er hat bereits 14 Tore erzielt, ist pfeilschnell und dribbelt erfolgreich. Vor dem Tor ist er eiskalt. In der Jugend spielte Stojnovic bei den Bundesligisten 1. FC Heidenheim und FC Bayern München. Wangens Spieler dürfen diesem starken Stürmer keinen Raum für seine Läufe lassen. Aus dem Hinspiel hat der FC Wangen etwas gutzumachen. Das wissen die Spieler und das Trainerteam.