Kapitän Simon Wetzel ist beim FC Wangen nach seiner Verletzung wieder ins Training zurückgekehrt.(Foto: Josef Kopf/Archiv)
Der Fußball-Landesligist FC Wangen will zu Hause gegen den SC Staig (Samstag, 14 Uhr, Kunstrasenplatz Hinteres Ebnet) die kleine Serie von sieben Punkten ausbauen.
Autor: Giuseppe Torremante
In der Hinrunde siegten die Allgäuer beim SC Staig mit 4:1, im Rückspiel erwartet Wangens Trainer Safet Hyseni einen Gegner, der nur schwer einzuschätzen ist. Das Team von Trainer Tim Hille hat 30 Punkte auf der Habenseite und das, obwohl die Mannschaft schwankende Leistungen zeigte. Im neuen Jahr hat der Aufsteiger bereits fünf Partien absolviert und neun Punkte geholt.
Zwei Ergebnisse stechen ins Auge: 2:0 siegte der SC beim SV Mietingen und 2:1 beim FC Srbija Ulm. Dann folgten zwei Niederlagen gegen die SSG Ulm und beim TSV Heimenkirch – jeweils mit 1:3. Am vergangenen Spieltag gewann Staig zu Hause gegen den TSV Riedlingen mit 1:0. Diese fünf Spiele 2026 sind ein Beleg für die Schwankungen des Teams.
„Wir treffen auf eine Mannschaft, die in der Liga angekommen ist und sehr gefährlich werden kann. Für uns gilt es, unsere Stärken auf den Platz zu bringen, um von Beginn an nichts anbrennen zu lassen“, sagt Hyseni. Die personelle Situation entspannt sich beim FC Wangen. Kapitän Simon Wetzel trainiert nach seiner Verletzung wieder, auch Yannick Huber, der gegen Bad Schussenried ein paar Minuten auf dem Platz war, ist wieder dabei, sowie Tim Huß. Dagegen muss Jannek Brüderlin aufgrund eines Muskelfaserrisses pausieren.
„Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden“, meint Hyseni. Ziel sei es, „das Spiel an uns zu reißen“, die wichtigen Akzente zu setzen für einen weiteren Erfolg und den kleinen positiven Trend fortzusetzen. „Der Gegner hat individuelle Klasse und tritt als Mannschaft geschlossen auf, diesen Widerstand gilt es zu brechen. Das kann nur gelingen, wenn wir im Spiel mit dem Ball schneller und zielstrebigen nach vorne agieren, auch mit einem Rhythmuswechsel, um für den Gegner unberechenbarer zu sein“, sagt Wangens Trainer.
Beim SC Staig sind fünf Spieler verantwortlich für zwei Drittel der Tore (21 von 30). Manuel Illenberger (4), Deniz Bihr (3), Oliver Bischof (3), Jens Geiselmann (4) und Julian Rauner (7). Das heißt, dass die Gäste keinen klassischen Torjäger haben, sondern ein Kollektiv, das vor dem Tor weiß, was zu tun ist. Das macht einen solchen Gegner unberechenbarer und deshalb auch sehr gefährlich. 13 der 30 Punkte holte der Neuling auf fremden Plätzen. Das bedeutet Platz acht in der Auswärtstabelle. Der FC Wangen hat auswärts nur zwei Punkte mehr geholt.
Das Hinspielergebnis, in dem viel für die Allgäuer lief, muss der FCW ausblenden. Torwart Marcel Maier hielt beim 4:1-Erfolg kurz nach der Pause einen Foulelfmeter von Julian Rauner. Es wäre das 1:2 gewesen. Tim Bucher und David Wessle hatten in Hälfte eins für die Gäste getroffen. Nikica Vojnovic erhöhte auf 3:0 (77.). Nur eine Minute später verwandelte Manuel Illenberger den zweiten Elfmeter zum 1:3. Der FC Wangen ließ aber nichts mehr anbrennen und Vojnovic erzielte das Tor zum 4:1-Endstand (86.).
Im Hinspiel profitierte der FC Wangen von der mangelnden Chancenauswertung der Staiger. Die Allgäuer waren dagegen effizient vor dem Tor. Diese kurze Nachbetrachtung der Hinspielpartie beweist, dass die Allgäuer am Samstag auf dem Kunstrasenplatz Hinteres Ebnet auf der Hut sein müssen, Abspielfehler vermeiden müssen und den Gegner nicht zu Gegenstößen einladen. Dass der SC Staig das kann, beweisen die bisherigen Ergebnisse in der Landesliga. Der FCW hat nach 20 Spielen 34 Punkte auf der Habenseite, Staig holte bislang 30 Punkte aus 21 Partien.
Ein Sieg wäre für die Wangener vor den nächsten schweren Partien in der Liga dringend notwendig. Spitzenreiter Türkspor Neu-Ulm, der SV Reinstetten und Olympia Laupheim haben dem FCW in der Hinrunde empfindliche Niederlagen zugefügt. Wangen hat aus diesen Negativergebnissen aber gelernt und wird anders auftreten. Mit einem Dreier gegen Staig würden die Allgäuer den Gegnern demonstrieren, dass sie bereit sind für die drei Revanchen.