In der Fußball-Landesliga sind die Kicker des FC Wangen (li., im Heimspiel gegen den TSV Riedlingen) am Sonntag zu Gast beim FV Bad Schussenried. (Foto: Christian Flemming)
In der Fußball-Landesliga spielt der FC Wangen am Sonntagnachmittag beim FV Bad Schussenried. Der FCW-Trainer warnt vor dem Gegner und den Bedingungen.
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Es gibt im Fußball angenehmere Spiele als gegen einen Tabellenletzten. Der Landesligist FC Wangen gastiert am Sonntag (15 Uhr) beim FV Bad Schussenried. Die Gastgeber warten seit zwölf Partien auf einen Dreier.
„Es wird für uns kein einfaches Spiel. Der Platz ist tief und wir müssen einen guten Matchplan haben, um drei Punkte zu holen. Das muss aber ganz klar unser Ziel sein“, sagt Safet Hyseni, Trainer des FC Wangen. Nach dem starken Auftritt im Nachholspiel beim TSV Buch und dem 4:3-Erfolg haben Spieler wie Trainer des FCW ein paar Tage durchschnaufen können. Aufgrund der Sonntagspartie trainierte die Mannschaft am Dienstag, Mittwoch und steht am Freitag vor der Abschlusseinheit. „Die freien Tage haben gutgetan, die Mannschaft konnte durchschnaufen und kam gut erholt, aber fokussiert zum Training“, meint Hyseni.
Der 4:3-Erfolg in Buch hat gezeigt: Die Elf des FC Wangen verkraftet Rückschläge und kann den Gegner selbst in Schwierigkeiten bringen. Zuerst ging Buch in Führung, dann musste FC-Abwehrspieler Tim Huß mit Gelb-Rot vom Platz (36.). Bis zum Schlusspfiff kämpften die Allgäuer, um Zählbares mitzunehmen. Dass es am Ende sogar ein Dreier war, hätte niemand gedacht. „Mir hat die Art und Weise imponiert, wie meine Spieler in die Zweikämpfe gegangen sind und viel gelaufen sind, um sich gegen Buch zu wehren“, sagt Hyseni, der an diesem Donnerstagabend Geburtstag hatte. Der Sieg war ein schönes Geschenk für den FCW-Trainer.
Geschenke wird der FV Bad Schussenried dem FC Wangen nicht überreichen wollen. Im Gegenteil: Seit zwölf Spielen wartet die Mannschaft um den starken Stürmer Felix Bonelli auf einen Erfolg in der Landesliga. Betrachtet man die Ergebnisse etwas genauer, so wird eines deutlich: Nur dreimal verlor die Mannschaft von Trainer Martin Schmid klar. 1:6 in Mietingen, 2:6 in Wangen und 0:5 in Buch. Einige Ergebnisse waren sehr knapp. Das sollte der FC Wangen im Hinterkopf behalten. Die Gastgeber holten auswärts nur zwei Punkte, zu Hause sieben. „Das zeigt, dass sie auf eigenem Platz stärker auftreten als in der Fremde“, meint Hyseni.
Der FC Wangen muss am Sonntag die Basics des Fußballes über 90 Minuten zeigen: Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten, Arbeit mit und gegen den Ball, sowie Effizienz vor dem Tor müssen stimmen. Dann hat der Tabellensiebte große Chancen, um drei Punkte zu holen. Mit angezogener Handbremse wird das nicht gehen. Einfache Fehler vermeiden, Umschaltsituationen des Gegners sofort mit einer Gegenbewegung bereinigen – der FC Wangen hat einiges zu tun. „Wir sind auf Schlagdistanz zu den Teams hinter dem souveränen Spitzenreiter Türkspor Neu-Ulm. Diese gute Ausgangsposition wollen wir weiter ausbauen“, meint Hyseni.
Das geht aber nur mit einer konzentrierten Leistung von der ersten bis zur letzten Minute. Der Tabellenletzte ist für den FC Wangen eine Herausforderung. Im Hinspiel siegten die Allgäuer mit 6:2, aber die Partie war lange Zeit offen. Zu Hause ist Bad Schussenried stärker, auch wenn der FV auf den Impulsgeber Marcel Liebhardt (Sperre nach Roter Karte) verzichten muss. Von den 23 Toren haben Felix Bonell (6) und Patrick Baur (8) mehr als ein Drittel geschossen. Auf diese Spieler müssen die Allgäuer über 90 Minuten achtgeben.