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FC Wangen

Der FC Wangen (hier: David Wessle gegen den SC Türkgücü Ulm) spielt bislang eine starke Landesliga-Saison und rangiert nach fünf Spieltagen auf Tabellenrang zwei. (Foto: Josef Kopf)

Der FC Wangen empfängt am Samstag den TSV Neu-Ulm im Allgäustadion. Beide Teams sind in Topform – ein spannendes Duell wird erwartet.

Autor: Felix Kerscher | Schwäbische Zeitung

In der Fußball-Landesliga, Staffel 4, ist nach dem fünften Spieltag der SSV Ehingen-Süd mit der maximalen Ausbeute von 15 Punkten das Maß der Dinge. Direkt dahinter folgen drei Teams mit 12 Punkten: der FC Wangen, der TSV Neu-Ulm und der SV Mietingen – getrennt nur durch das Torverhältnis. In Mietingen hat der FC Wangen vergangenes Wochenende nach einer vor allem defensiv starken Leistung mit 1:0 (0:0) gewonnen. Am Samstag ist nun der TSV Neu-Ulm ab 15.30 Uhr im Allgäustadion zu Gast – nicht gerade ein leichtes Programm für die Truppe von FCW-Trainer Safet Hyseni.

17 Tore in den vergangenen zwei Duellen

Die vergangenen beiden Duelle waren von vielen Toren geprägt und gingen an den FCW. Im November 2025 siegte Wangen zu Hause mit 7:1 (4:0), Ende Mai 2026 gab es einen 5:4-Auswärtserfolg (3:3), nachdem die Allgäuer nach 15 Minuten bereits mit 0:3 zurückgelegen hatten. „17 Tore in zwei Spielen, das ist schon außergewöhnlich hoch“, so der Trainer. Wenn es nach Hyseni geht, wird das Spiel am Samstag nicht ganz so torreich verlaufen, denn: „Wenn man die Treffer selber erzielt, dann ist das immer positiv, aber die Tore, die wir bekommen haben, waren sicherlich vermeidbar.“ Trotzdem geht er davon aus, dass es „auch dieses Mal ein spannendes Spiel“ für die Zuschauer im Allgäustadion wird.

„Neu-Ulm ist ein starker Gegner, der sich im Sommer auch noch verstärkt hat“, weiß Hyseni. „Die haben viel Erfahrung in ihrem Kader. Nach Mietingen und Buch wird es das nächste Brett für uns.“ Vor allem ist der TSV aber gerade in blendender Form. Das 3:4 gegen den Aufsteiger TSV Eschach zum Saisonstart blieb bislang die einzige Niederlage der Mannschaft von Trainer Stephan Baierl. Es folgten Siege gegen Riedlingen (3:1), Laupheim (3:1), Heimenkirch (3:2) und Blaubeuren (3:0). Neu-Ulm schießt also momentan pro Partie drei Tore.

„Erst einmal ist unser Ziel, keine Gegentore zu bekommen“, sagt deshalb Wangens Trainer Hyseni, „wir wissen aber auch, woran wir sonst noch zu arbeiten haben.“ Die Chancenverwertung ist ihm ebenfalls noch ein Dorn im Auge: „In den fünf Spielen haben wir einige hochkarätige Chancen liegen lassen. Speziell in engen Spielen müssen wir die besser nutzen, damit wir etwas Zählbares mitnehmen können. Bisher ging es gut, aber wir würden gut daran tun, da effizienter zu werden.“

Kapitän Wetzel ist wieder dabei

Zielführend ist in diesem Zusammenhang sicher, dass Kapitän Simon Wetzel nach seiner Rot-Sperre wieder im Kader steht. „Er ist eine Option für Samstag“, sagt sein Trainer. „Es tut uns gut, wenn er wieder dabei ist.“ Dasselbe gilt für Orion Guillaume. Ob beide von Anfang an spielen werden, darauf wollte sich Hyseni nicht festlegen. Er kann auf jeden Fall aus dem Vollen schöpfen. „Wenn ein Trainer sich schwertut, wie die Startelf aussieht, dann ist das eigentlich immer positiv“, freut er sich über die Qual der Wahl und nennt zum Abschluss Gründe, warum es mit den drei Punkten am Samstag klappen wird: „Ich bin sehr überzeugt, dass wir die Energie der letzten Wochen auf den Platz bekommen. Wir haben das klare Ziel, diese drei Punkte bei uns zu lassen. Die Jungs werfen sich rein und unsere Trainingsintensität war wieder gut.“