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FC Wangen

Mit dem Start in die Landesliga-Saison war Wangens Trainer Safet Hyseni zufrieden – jetzt kommt die SSG Ulm. (Foto: Maximilian Rist/Archiv)

Wangen empfängt die SSG Ulm zur Heimpremiere. Trainer Hyseni setzt auf defensive Stabilität und den Schwung aus dem Auftaktsieg.

Autor: Felix Kerscher | Schwäbische Zeitung

Nach dem 3:1-Auswärtserfolg vergangene Woche beim Aufsteiger TSV Ummendorf zum Auftakt der Landesliga-Saison 2026/27  war Wangens Trainer Safet Hyseni außerordentlich zufrieden. Nur die Entstehungsgeschichte des Gegentors ärgerte ihn ein wenig, ansonsten war er „stolz, wie sich die Mannschaft präsentiert hat“.

FCW will Schwung mitnehmen

Am Samstag um 14 Uhr steht nun die Heimpremiere an, und der Gegner, die SSG Ulm, hat ein anderes Kaliber als Ummendorf. Während Wangen nach dem ersten Spieltag von Tabellenplatz 1 grüßt, kam Ulm allerdings am ersten Spieltag zu Hause nur zu einem 1:1 gegen den FC Blaubeuren, konnte dabei nur in der zweiten Halbzeit überzeugen und sortierte sich erst einmal im Mittelfeld ein. Dabei war Blaubeuren mit einem stark geschwächten Kader nach Ulm gereist. Die vergangene Saison hatte die SSG auf Platz 3 beendet und nur denkbar knapp die Verbandsliga-Relegation verpasst.

„Die SSG Ulm ist seit Jahren eine gestandene Landesliga-Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern, die sehr viel Erfahrung mitbringen“, weiß Wangens Trainer Hyseni. „Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir wollen den Schwung vom ersten Spiel, diese positive Energie, mitnehmen.“ Dass dieser Gegner so früh in der Saison nach Wangen kommt, begrüßt der Trainer, denn es ist ein guter Test für den weiteren Saisonverlauf: „Ich habe richtig Bock, die Mannschaft hat richtig Bock, und es ist völlig egal, zu welchem Zeitpunkt man gegen solche Mannschaften spielt.“

Kunstschuss entscheidet letztes Aufeinandertreffen

Begegnungen zwischen dem FC Wangen und der SSG Ulm waren immer hart umkämpft und endeten, zumindest in den vergangenen zwei Jahren, mit maximal einem Tor Unterschied. Im bisher letzten Aufeinandertreffen setzte sich Wangen Anfang Dezember 2025 zu Hause auf Kunstrasen mit 2:1 durch. Viele werden sich erinnern: Spielertrainer Daniel Wellmann entschied die Partie in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Traumtor von der Mittellinie und durfte dafür im ZDF-Sportstudio an der berühmten Torwand antreten.

Auf Kunstschüsse kann sich natürlich niemand verlassen, aber Hyseni weiß genau, worauf es gegen Ulm zu achten gilt. „Das ist ein Team mit einem enorm guten Umschaltspiel, reif und körperlich stark“, so der FCW-Trainer. „Mit Ruben Beneke haben sie einen Taktgeber im Zentrum, der einfach ein Ausnahmespieler in dieser Liga ist. Für uns gilt es, ihre Stärken nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

Trainings wegen Gewitters abgebrochen

Das Mannschaftstraining am Donnerstag musste Hyseni eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende abbrechen. Blitze schlugen in unmittelbarer Nähe des Trainingsplatzes ein. Trotzdem sieht der Trainer seine Mannschaft gut vorbereitet auf den schwierigen Gegner. Nach der vergangenen Saison hatte Hyseni bemängelt, dass die Wangener zu viele Gegentore kassiert hätten, inzwischen ist er zufrieden mit der Abwehr: „Die Stabilität ist deutlich besser geworden. Wir haben das thematisiert und trainiert und diesbezüglich in der Vorbereitung große Fortschritte gemacht – das hat man schon in den Testspielen gesehen, und auch gegen Ummendorf haben wir nicht viel zugelassen.“